Der Ashadha-Monat läuft weiter: Wichtige Feste und Fastentage bis zum 10. Juli 2025

Der hinduistische Monat Ashadha begann am 12. Juni und dauert bis zum 10. Juli an. Diese heilige Zeit, die mit dem Beginn der Monsunzeit in Indien zusammenfällt, gilt als besonders spirituell. Ashadha ist eng mit Lord Vishnu verbunden, weshalb viele Gläubige fasten, Rituale ausführen und innere Ruhe suchen.

Die viermonatige heilige Phase

Ereignisreich ist vor allem die Devshayani Ekadashi am 6. Juli. Sie markiert den Beginn des Chaturmas, jener vier Monate, in denen Lord Vishnu einer Legende nach in den göttlichen Schlaf fällt. In dieser Zeit wird häufig gefastet, gebetet und auf große Lebensereignisse verzichtet. Die Devshayani Ekadashi gilt als Wendepunkt, der zu Besinnung und Hingabe einlädt.

Jagannath-Ratha-Yatra und Guru Purnima

Zu den Höhepunkten im Ashadha zählt auch die Jagannath-Ratha-Yatra am 27. Juni. In Puri, Odisha, ziehen prachtvolle Prozessionen mit den hölzernen Wagen von Lord Jagannath, Balabhadra und Subhadra durch die Straßen – eines der markantesten Feste des Monats.

Am 10. Juli wird Guru Purnima gefeiert, der Vollmondtag zu Ehren spiritueller Lehrerinnen und Lehrer. Menschen bringen Blumen, Süßigkeiten und Gebete dar und beteiligen sich an gemeinschaftlichen Verehrungen. Es ist ein Tag des Dankes und des Lernens, tief verwurzelt im kulturellen Respekt.

Alltägliche Rituale und traditionelle Bräuche

Während des gesamten Ashadha leben viele Gläubige besonders diszipliniert: Sie fasten an speziellen Tagen, essen einfache Kost und meiden Hochzeiten oder große Feiern. Frauen begehen das Vata-Savitri-Vrat für das Wohl der Familie, andere baden in Flüssen und singen Andachtslieder. Im Mittelpunkt stehen Selbstbeherrschung und Gebet statt äußerem Prunk.

Eine Zeit der Stille und Hingabe

Jetzt, da der Ashadha begonnen hat, spüren viele Haushalte seinen ruhigen Rhythmus. Der Regen verstärkt die stille Atmosphäre und eröffnet Raum für Reflexion. Für viele Menschen in Indien und darüber hinaus, insbesondere in spirituellen Kreisen, bietet dieser Monat eine Pause – eine Gelegenheit, nach innen zu schauen, Traditionen zu ehren und den Glauben neu zu beleben.